Norwegen Sommerfahrt 2001


SOMMERFAHRT 2001 – NORWEGEN – FAHRTENTAGEBUCH

02.08.01

Finse – Pampa

12.15 Ankunft in Finse, bestes Wetter, ~ 10°C, echt optimal. Also: Ohne Tritt, Marsch, Richtung Hardangerjøkulen-Gletscher. Super männlich so mit 25 kg über Eis und Stein; gegen 18 Uhr Zelt im Nirgendwo: Da Wind und Fels zum Zeltaufschlagen, hier und da ein flauschiges Fleckchen Flechten. Bequem! Dafür gab’s aber lecker Pilze mit Reis vom Boden. Nur der tolle GFM konnte noch auf’n Berg gehen; Ausblick = Mond. Nirgendwo Leben, das über Flechten und Moos hinausgeht. Dann aber in den Schlafsack mmmh warm ….

Bis 3 Uhr dann nass weil Zelt weggeflogen und Regen. Mmmh, gut, richtig gut. So jetzt iss Morgen und Knulli iss dran.

GFM

03.08.01

Da es in der Nacht so ab 1:00 Uhr anfing ununterbrochen zu regnen, setzte sich dieser Zustand natürlich auch am Morgen fort. Besonders für alle Leute ohne Handschuhe war es ziemlich arg: bitterkalter Wind den ganzen Tag über. Wegen des Scheißwetters fiel auch das Frühstück aus und zum Mittagessen gab’s um 15:30 Uhr eine Scheibe Brot mit lecker „Hapå“ (dies führte bei einigen zu einer gewissen Aggresivität). Die Landschaft konnte auch nicht genossen werden, da man immer auf den Boden gucken musste. Beim letzten Abstieg half das jedoch auch nichts. Bilanz eines lebensgefährlichen Weges: Heller hat ein riesiges Loch in der Hose, Nüssi fiel zweimal hin, ich stürzte dreimal mit lautem Fluchen. Na ja, zum Glück haben wir dann noch eine gemütliche, warme (!) Hütte des „Norske Turistforening“ gefunden (war zwar verdammt teuer, aber immer noch besser als ein Zelt).

Uli

04.08.01

Heute war Gameltag in der mollig warmen Hütte, die zeitweise zur Sauna umfunktioniert wurde. Der Florian hat Holz für zehn Jahre gehackt. Meine gerissene Hose habe ich noch genäht und es gab lecker Mittagessen, Käsespätzle und danach Kaiserschmarrn. Dennis hat wieder mal ne Extrawurst bekommen, was bedeutet: Kein Käse sondern Tomatensoße. Kaiserschmarrn gab’s nur, weil Dähnis und Nüssi zu dumm waren, einen Pfannekuchen hinzukriegen, Da um 22 Uhr noch sechs Wanderer ankamen gab’s „Loveboat“, was bedeutet, dass elf Leute in einer Hütte lagen, die für sechs Leute ausgelegt war. Erst lagen vier, dann fünf Leute auf dem Boden, weil Ingo meinte, daß ich zu fett wäre und er nicht (im Schlafsack und ich im Bett) mit mir in einem Bett liegen könnte. Als er weg war, wurde es bequem für mich.

Andreas

05.08.01

Nach dem Gammeltag in der warmen Hütte hieß es heute wieder wandern. Die Wanderung begann wie gewohnt: Private P. brauchte natürlich viel zu lange. Der Weg führte über Felsen und Flüsse. Natürlich musste sich Uli nach dem dritten Bach die Socken wechseln, da er, geschickt, wie er nun mal ist, in jeden Bach getreten ist. Nach ca. 1 Stunde fing die Kletterei über nasse und vermooste Felsen an. Auch hier stellte sich jemand sehr geschickt an, wodurch lange Pausen zur Gewohnheit wurden. Es kamen uns zwei Wanderer entgegen, die uns zu der Erkenntnis kommen ließen, dass diese Wandertour wirklich nichts für uns ist: Sie sprangen die Felsen runter, an denen wir verzweifelten und lange genug für brauchten. Nach ein paar Stunden erreichten wir den höchsten Punkt unserer Tour. Wir wählten die einfachere Route, unsere Leistungen bedenkend. Langsam wurde es kalt und der Wind wehte wieder. Eigentlich war die Tour für zwei Tage geplant, doch langsam setzte sich die Idee durch, die Strecke an einem Tag zu schaffen. Panik kam nochmal auf, als Nüssi eine Watstelle auf der Karte entdeckte. Außerdem wurde es matschig und Regen setzte ein. Nach 12 langen Stunden, einer Flasche Pepsi und Cola von einem netten Norweger und einem mittelschweren Abstieg erreichten wir um 21:30 Uhr die Hütte, in der erstmal alle duschten.

Lukas

06.08.01

Am Morgen gingen ein paar Leute zum „Kolonial“ einkaufen. Sprich in einem Campingladen, wo alles doppelt- bis dreimal so teuer war (was aber nicht das Ende der Fahnenstange darstellte!).

Nach dem Shopping Trip, dem Frühstück und ewigem Gequengel und Gezanke ging es ab zum Wasserfall. Der Vöringsfossen war auch wirklich beeindruckend, so reihten wir uns ein in die Tourischaren und machten eine Photo-Session. Danach, wie es sich gehört, ging es durch den Souvenirshop und wieder ab zu Hütte. Wieder Bla-Bla und jetzt fahren wir mit dem Bus nach Dyranut. Dort übernachten wir ausnahmsweise mal im Zelt, aber zuerst wurde ein Geburtstagslied zu Ehren Lukas angestimmt. Zum 16. gab es natürlich Bier. Sofort verzog sich die eine bierbewaffnete Hälfte in die Hütte und die andere zum Kakao und Cola-Light in ein Café. Die Nacht war beschissen, das macht aber nichts, der nächste Tag nämlich auch.

Christoph

07.08.01

Am Morgen war es wie immer saukalt, aber das Wetter sah gut aus. Im der gammeligen Bootshütte gab es Müsli (mal was neues). Dann ging es wieder mit dem Wandern los, durch Sumpf und über Steine. Zwischendurch gab es zwei Pausen, weil zwei Leute dachten ihre Füße in Bächen abkühlen zu müssen. Nach einiger Zeit kamen wir an eine Kiesstraße und wanderten dort weiter. Florian war heute ausnahmsweise mal nicht ganz vorne mit dabei. An einem Kiesberg machten wir eine Stunde Mittagspause. Dann ging es immer weiter der Straße nach. Irgendwann kamen wir an einen Parkplatz, der mitten in der Pampa an einem See lag. Dort war die Grenze zum Nationalpark. Wir gingen nach einer Pause weiter, und weiter, und weiter. Irgendwann hatten wir keinen Bock mehr und setzten uns einfach hin, kamen dann aber zu dem Entschluss, dass wir dort nicht ewig bleiben konnten. Die Straße endete und der Sumpf begann. Es gab zwar einen Weg, der aber nicht wirklich ein Weg war. Matsch, Matsch und auch Matsch. Irgendwo im Matsch stand eine Hütte, wo wir Wasser bekamen. Dann ging es noch ein paar Kilometer weiter auf einen Hügel, hinter dem wir beschlossen, unser Lager aufzubauen. Die Zelte standen recht schnell, danach gab es Abendessen (Kartoffelpüree mit ‚Pfefferwürstchen‘). Dann legten sich ale so schnell wie möglich hin, weil es immer kälter wurde. Thomas.

08.08.01

Aufstehen und erfrieren hieß es am nächsten Morgen. Natürlich hatten alle wieder verschlafen (8.00 Uhr war der eigentliche Wecktermin, aber um 9.00 Uhr kamen gerade mal die ersten aus den Schlafsäcken). Aller Zelte waren aufgrund der Kälte ein wenig feucht. Die letzten Brot- und Marmeladenreste wurden aufgegessen (natürlich wie immer viel zu wenig *8*). Nach dem Rucksackpacken ging es dann los, mit unserer Haupttätigkeit: „Das Wandern“. In Hinterkopf waren mir aus dem Reiseführer die Sumpflöcher geblieben, von denen ich später berichten werde. Nun gut, es ging also mit dem Wandern los. Zuerst eine extrem steinige Strecke, bei der 100% Konzentration gefordert war. Dann wurde es (wie man sich schon denken kann) sumpfiger. Die Wandergruppenaufteilung entsprach natürlich dem gewohnten Bild: Zuerst die 10 Mann und dann unser Schlusslicht Florian. Nach etwa 5km und einigen Pausen hörte ich ein „Blubb“, und ich sah mich darauf hin um: Ich sah Florian komplett in einem dieser Megasumpflöcher liegen. Als er sich wieder kriechend aus diesem Loch „befreite“, zog er sich logischer Weise erst mal neue Socken an, denn mit sumpfig-schlammigen Socken lässt es sich nicht gut wandern. Etwa 30 min Später erreichten wir unsere „Wegkreuzung“, was uns irgendwie wunderte, denn alle dachten, dass wir an dieser Wegkreuzung unser Nachtlager aufgeschlagen haben., d.h. wir hatten uns mit der Weglänge verschätzt. Zum Glück konnte man von dieser Wegkreuzung schon die Hütte sehen. Also mit erneuter Hoffnung ging es weiter, und wir kamen ca. um 14.00 Uhr an in Rauhellern. Angekommen, wurden erst mal die Hüttenpreise in Erfahrung gebracht. Es stellte sich heraus, dass diese Hütte wahrscheinlich günstig war, doch andere Dinge wie z.B. Pepsi extrem teuer (umgerechnet 0,5l 6,80 DM). Wir gingen in ein Haus hinein, was zuerst den Anschein hatte, dass es uns allein gehörte. Dieses Haus wurde aber später ziemlich voll, denn es kamen noch zahlreiche andere Wanderer in dieses Haus. Zum Abendessen gab es Nudeln mit Tomatenmark (wie immer), und der Rest ging schon mal schlafen. Die Leiter amüsiertren sich noch im „Pub“ bei einem 15,–DM-Bier. Es wurde außerdem beschlossen, dass wir in dieser Hütte noch eine Nacht bleiben und uns am Morgen das Hüttenfrühstück leisten.

Christian

09.08.01

Programm: Gammeln. Juchu! Endlich mal wieder richtiges Frühstück (70 Kronen/Person)! Im Laufe des Vormittags wurde das ein oder andere intergalaktische Bohnenfeld abgeerntet, sowie ein Hochland erobert. Am Nachmittag traf eine weitere Gruppe Deutscher ein, für die unser Essen scheinbar sehr lustig war. Am Abend wurde noch einmal Space Beans gehuldigt.

Jakob

10.07.01

Der Tag begann mit zeitigem Aufstehen in freudiger Erwartung eines reichlichen norwegischen Frühstücks in den bewirtschafteten Hütte (unter Umgehung üblicher sprich zivilisatorischer Hygienemaßnahmen wie Waschen, Zähneputzen etc.) Alle Wohlauf – Katerbedingte Ausfälle seitens der Leiter waren bei horrenden Bierpreisen eh nicht zu erwarten. Pünktlicher Aufbruch Richtung See und Fähre. Das bevorstehende Ziel stellt den Abschluss der Wandertage dar, die Stimmung ist entsprechend gut (noch…). Wir machen gut Strecke unser Bänderriss – Verdächtiger erklimmt den ersten Berg wie ein junger Gott – Glücklicherweise hat er noch die Reserven um am Ende der Wanderung mit dem Steg in Sichtweite einen längeren Spurt hinzulegen und das Ziel rennenderweise zu erreichen. Die Wörter „schonen“ und „langsam“ scheinen für verschiedene Menschen wohl verschiedene Bedeutungen zu haben… Der Fährmann ist freundlich und norwegisch (post-sozialistisch?): Er sagt „you won’t go today“ und er meint es auch so. Wir haben nicht reserviert und eine Passage gibt es nicht für Geld und gute Worte. Wir kriechen in einer Hütte des „Arbeiter Jag- und Angelverein“ unter, nicht ohne vorher ein paar Stunden wartenderweise in eisiger Kälte verbracht zu haben. Schlaf fanden wir auf guten Matratzen, das Abendessen ist mit Vorsicht zu genießen: Geschmacklich gut, aber Immodium-pflichtig.

Dennis

11.07.01

Ausnahmsweise ausgeschlafen, aber wieder mal ohne Frühstück ging es mit High-Speed über den 10 km langen See – in 25 Minuten. Von der Anlegestelle sind es nur noch ein paar Minuten bis zur Bushaltestelle, doch weiter geht es erst um halb vier. Also kaufen wir zunächst mal „Frühstück“ im Hotelcafé ein: Zwei Tage alte Milch zum Schnäppchenpreis. Frisch ist anders, aber: „we use it, too“. Als Quartier bis zum Bus dient ein Müllcontainer, um den man sich pennermäßig gruppieren kann. Den Bus können wir natürlich nicht bezahlen, netterweise kommen wir trotzdem mit und dürfen unseren Obolus nach der Ankunft in Geilo entrichten. Hier wartet auch schon die nächste Überraschung: Alle in Bergen in Frage kommenden Unterkünfte wie Jugendherbergen, YMCA und Pfadfinder in Bergen sind voll. Daher beschließen wir, am Bahnhof zu übernachten und die Reservierungen umzutauschen. Der freundliche Ticketverkäufer organisiert uns jedoch die Jugendherberge in Voss, welches ungefähr auf halber Strecke zwischen Geilo und Bergen liegt.

Nach Erledigung der Einkäufe in der Tankstelle – die Geschäfte sind mittlerweile geschlossen, dafür haben wir aber ein norwegisches Besäufnis auf dem Marktplatz inklusive lauter und schlechter Musik und seltsam agierender Männer aus nächster Nähe beobachten können – geht’s per Bergenbahn raus aus dem Kühlschrank Norwegens. Die Jugendherberge liegt einigermaßen hübsch an einem See, es gibt Duschen und eine Küche, in der wir, gegen Entgelt, versteht sich, eine lecker Erbsen-Kartoffel-Käsesuppe zubereiten (Rumlag halt). Der morgens noch am Stock gehende Christian hat sich mittlerweile in eine Rennmaschiene verwandelt und gemeinsam mit seinem schwergewichtigen Kameraden die Schokoladenregale Geilos ausgeräumt und kann seinem Laster ungestört nachgehen, während andere Leute weniger Glück haben: Kein Øl am Tag des Herrn, sorry.

Stephan

12.08.01

Heute sollte es nach Bergen gehen. Um ca. 10 Uhr verließen wir die Jugendherberge und gingen zum Bahnhof, und natürlich war wieder Rumgammeln angesagt. Mal was Neues! Und da die norwegischen Bahnangestellten fast so intelligent sind wie unsere mussten wir zwei Stunden länger warten. Von deren Computerprogramm will ich jetzt erst gar nicht anfangen, das hat Dennis und Nüssi schon einige nervige Stunden gekostet. Aber da wir auch kein Geld hatten konnte sich Lennard auch keine zuckerhaltigen Lebensmittel kaufen, genervt hat er uns trotzdem. Um 13 Uhr fuhren wir dann nach Bergen, das uns wie erwartet begrüßte: Mit Regen. Aber bei 300 Regentagen im Jahr konnten wir ja kein gutes Wetter erwarten. Das Gepäck wurde zentral weggeschlossen und dann ging es auf Städtetour. Quasi essen gehen, natürlich zu McD und viel zu viel für zu wenig bezahlen. Aber das war man ja eh gewöhnt in dem Land. Danach ging es zu ersten Kirche, die, wie jede andere Kirche auch, geschlossen war. Und dafür sind wir den „Berg“ hochgestapft. Also ab in die Altstadt. War wirklich sehenswert, vor allem die engen Gassen. Aber sonst hatte alles zu. Lennard hat auch wieder mal zu viel gefressen. Um 23.00 Uhr ging es nach Oslo, mit nem gammeligen Nachtzug. Ich habe als einziger gut geschlafen.

Lukas

13.08.

Nach sieben Stunden im Nachtzug sind wir endlich in Oslo angekommen. Also nichts wie zum Campingplatz und die Zelte aufgebaut, danach meinte der größte Teil der Gruppe, schwimmen gehen zum müssen (als ob man das nicht auch zu Hause könnte). Nur Uli, Mucha, Scheid, Kartoffel, Lukas und ich hatten keinen Bock auf Schwimmen, also sind wir in die Stadt gefahren. Wir sind erst mal durch die Altstadt gelaufen und dann ins Waffenmuseum gegangen. Dafür, dass es keinen Eintritt gekostet hat, war das Museum wirklich gut. Man konnte sich eine komplette Waffensammlung von 1800-1946 ansehen. Um sieben Uhr mussten wir dann zurück zum Campingplatz, dort haben wir gegessen und somit geht der erste Tag in Oslo zu Ende.

Flo

14.08.

Am Dienstag gab’s gemeinsames Gruppenprogramm; zuerst jedoch wieder mal so’ne Scheisse mit norwegsichen Öffnungszeiten. Kirchen haben sonntags geschlossen, Museen montags und/oder dienstags. Also keine Nationalgalerie für umsonst und auch kein „Schrei“. Ein Oslo-Besuch ohne Munchs „Schrei “ ist richtig scheisse. Na ja, dafür gab’s ein Wikingermuseum, das zwar verdammt teuer war (Norwegen!(), aber auch sehr eindrucksvoll. Drei toll erhaltene Schiffe, Werkzeuge, Kleidung und andere Exponate aus 9 Jahrhunderten. Alles original! Großartig! Eigentlich wollten wir auch noch in Amundsens Polarschiffmuseum und in Heyerdals „Kon-Tiki“-Museum, aber der Stamm hat ja bekannter weise kein Geld. Nach der Fährfahrt zurück auf die andere Seitestand dann Akershus bzw. Shopping-Tour auf dem Programm. Zwei Brote, einmal Nugatti, 10 Würstchen und „Tyttebaer“-Marmelade für 160 Kronen! O ja, in punkto Preisgestaltung haben es die Norweger raus. Höhepunkt der Oslo-Reise war ein Park mit über 200 nackten Männern, Frauen und Kindern aus Stein in den unglaublichsten Stellungen und Posen. Dreimal dürfen wir raten, wer wohl daran seine besondere Freunde hatte. Zum Abendessen gab’s aus Anlass des letzten Abends in Norwegen was leckeres, nämlich Möchtegerndöner mit Salat, Fleischbällchen, Käse und roter Soße, genannt „Ketchup“ oder „Dip“. Die Fahrt nach Oslo hat sich also gelohnt. Doch freuen wir uns jetzt auch auf die Preise in Dänemark.

Uli

15.08.

Heute sind wir um 6.30 Uhr aufgestanden, haben unsere Zelte abgebaut. Um 7.50 Uhr sind wir mit der Bahn nach Kopenhagen über Göteburg gefahren. Oliver hat sich erst mal ein Megamenü geholt und hat vorher 20$ umgetauscht. Dann ging’s weiter im X2000 nach Kopenhagen. In Kopenhagen angekommen sind wir erst mal zum Tourist Info und von da aus mit dem Bus bis zur Jugendherberge. An der Bushaltestelle haben wir zwei Österreicherinnen getroffen, die uns auf Englisch ansprachen, und Ingo dachte, sie kämen aus Australien, bis sie anfingen, Deutsch zu sprechen. Den Rest des Abends haben wir in der Jugendherberge verbracht.

Andreas

16.08.

Frühstück 08.30 Uhr, d.h. 8.00 Uhr aufstehen. Aber dann gab’s zwei leckere Brötchen und Kilo von Joghurt, also mal ein richtig gutes Frühstück. Eigentlich wollten wir dann gemeinsam Kulturprogramm im schönen Kopenhagen machen, aber GFM, Scheid und ich schafften es irgendwie, uns von der Gruppe zu lösen. Wir sind dann zu dritt ins Nationalmuseum gegangen, wobei natürlich Thomas zwei Stunden draußen auf der Bank geschlafen hat. Danach sind am Parlament vorbei gelaufen und haben dann wieder den Rest getroffen (Vorwürfe, Vorwürfe, bla, bla … ). Den Rest des Nachmittags habe ich dann mit GFM verbracht: Königl. Schloss, Resitancemuseum, Anglikanische Kirche, Meerjungfrau, Kastell, den Tag über verfolgten uns besoffene Briten mit Wikingerkkostümen. Eine richtig tolle Aktion hat Kartoffel vollbracht, der sich mit Thomas, Heller und Oliver in den Park setzte und ein Six-Pack wegzog (allein natürlich!). Zum Abschluss gab’s noch ein Tabakmuseum, wo sich Ingo eine 500.000-Mark-Pfeife kaufte, sowie natürlich zum Abendessen ekelhafte Pampe mit 5 kg Peperoni.

Uli

17.08.

Den letzten Tag verbrachten wie bei fast jeder Sommerfahrt: Mit Gammeln am Bahnhof. Da die Gepäckaufbewahrung zu teuer wahr, blieben immer ein paar Leute beim Gepäck, während die anderen Gelegenheit hatten, Kopenhagen auf eigene Faust zu erkunden. Dennis, Uli und ich zog es noch in das staatl. Kunstmuseum, wo es neben ziemlich abstrusen modernen skandinavischen Werken eine sehenswerte ältere Abteilung gab, für die wir leider zu wenig Zeit hatten. Nach einem Besuch im königlichen Lustschloss „Rosenbergslott“ inklusive dem dazugehörigen schönen Park hatten wir aber auch genug Kultur gesehen und uns der Zeitungslektüre am Bahnhof gewidmet. Der Zug kam dann leider aus Deutschland: Klimaanlage gab’s wahlweise in eiskalt oder brühend heiß und die Bedienung war pampig, unverschämt aber dafür auch inkompetent. Trotzdem kamen wir einigermaßen fix in Köln an, wenn auch teilweise ohne Hut – kleiner Schock am Ende, das hätten wir unserem Mitfahrer dann doch nicht zugetraut.

Stephan