Dordogne Sommerfahrt 1996


Guten Morgen, Frankreich ! Pfadfindersippe am Gare Austerlitz, Paris

Frankreichs Südwesten, das Departement Lot, war Ziel unserer Sommerfahrt. Nach ein paar Tagen Eingewöhnung auf einem Zeltplatz in Laval-de-Cère fuhr ein Teil der Gruppe in die Pyrenäen, um die Gipfel zu stürmen. Der Rest mietete sich Kanus, um die Dordogne bis Beynac hinabzufahren. Die Prophezeiung des Kanuverleihers, diese Strecke sei viel zu lang, erwies sich dabei als völliger Unfug.
Nach dem Kleingruppenprogramm traf man sich auf einem Zeltplatz direkt an der Dordogne in Lacave bei Souillac. Eine Wiese mit Feuerstelle, ein dezent versteckter Beton-Donnerbalken im Blechverschlag und ein großer Baum zum Kohtenaufhängen – alles gratis und nur für uns. Für drei Francs pro Nase gab’s dann noch eine kalte Dusche und ein Stehklo dazu. Von diesem wirklich tollen Platz wurden Wanderungen unternommen, gebadet, gefaulenzt, Höhlen wurden erkundet und eine Lagerolympiade ausgetragen und abends scharte man sich ums Lagerfeuer und genoß die lauen südfranzösischen Abende.

Top! Pfadfinder als Gipfelstürmer

Aus dem Fahrtentagebuch dazu folgende Stimmen:

16.07.96 Der erste Kanu-Tag
Heute ging es um 7.00 Uhr los. Die Kanu-Fahrer packten ihr Gepäck ein (was sie eigentlich schon gestern tun sollten) und die Wanderer bereiteten sich ebenfalls vor. Anschließend aßen wir unser Frühstück und besprachen, was wir heute machen werden. Dann ging’s los. Wir wurden in zwei Fuhren zu dem Punkt gefahren, wo wir unsere Kanus leihen sollten. Stephan erledigte das Geschäftliche und dann bereiteten wir uns auf die Fahrt vor. Hinterher merkten wir, daß wir eigentlich nicht genug Platz für all das Gepäck hatten. Aber irgendwie ging es dann doch. Anfangs hatten einige noch viele Schwierigkeiten, gerade und sicher zu fahren, weswegen ich, Christian, da ich Erfahrung habe, vorfuhr.
Allmählich wurden wir langsamer, obwohl wir durch viele Stromschnellen fuhren. Da kamen wir auch schon an einem Imbiß vorbei, quasi ein „drive-in“. Danach ging es munter weiter. Unser Lager schlugen wir auf einer Insel auf, daß heißt, wir dachten es – aber bei näherer Betrachtung war es zu steinig. Deshalb campierten und aßen wir auf dem Festland. Kurz danach gingen noch ein paar schwimmen, danach ging’s ins Bett.
Christian, Pfadfinder

Lagerolympiade, Steinweitwurf

23.07.1996 DIE Wanderung….
Wir sind heute nach Rocamadour gewandert. Die Wanderung war 30 km lang – und das machte einigen große Probleme. In Rocamadour haben wir zuerst Baguette mit Wurst und Käse gegessen und Milch und Wasser (jeder eine Flasche!)  getrunken. Um halb drei sind wir dann in die Burg gegangen und konnten uns bis halb fünf alles ansehen. Die meisten waren aber schon früher fertig. 
Danach wanderten wir wieder nach Lacave zurück, aber dieser Weg war ganz anders als der Hinweg. Flatz ging keine schönen Umkürzungen mehr durchs Tal, sondern immer am Fluß entlang, so daß der Rückweg viel kürzer war. Und so waren wir um 19.00 alle wieder zurück.
Christian, Jungpfadfinder